Meerschweinchen
Schon als Kinder hatten wir beide Meerschweinchen.
Diese kleinen Nager sind relativ pflegeleichte Tierchen und würden gut zu uns passen, haben wir im Frühjahr 2003 gedacht. Auf eine Anzeige hin, holten wir unsere ersten beiden Schweinchen bei einer TÄ, die Meerschweinchen züchtete, ab.
Sioux & Miranda
Ein Böckchen und ein Weibchen sollten es sein und das Böckchen sollte erstmal nicht kastriert werden. Vor Jahren hatte ich schon mal Meerschweinchen die Babys bekamen und ich wollte unseren Kindern dieses Erlebnis nicht verwehren.
Sioux, ein Angorameerschweinchen und Miranda, ein Schopfmeerschweinchen, paarten sich und bekamen 1 Mädel namens Susi und 2 Buben namens Poli und Moritz.
Susi, Poli & Moritz
Susi war ein ganz weisses Satinmeerschweinchen, Poli ein glatthaariges Schopfmeerschweinchen und Moritz eine Art Rosettenmeerschweinchen.
Im Alter von 6 Wochen mussten die beiden Brüder schnellstens kastriert werden und fortan konnten sie mit ihren Eltern in einer Gruppe zusammenleben.
Leider war die Gruppe etwas ungleich: 3 Männchen und 2 Weibchen. Es gibt immer wieder Leute, die Tiere abzugeben haben und so war es ein Leichtes noch ein Weibchen zu finden. So kamen wir zu Tiffany...
Tiffany
Tiffy holten wir bei einer Familie ab, die kein Geld in die Kastration der männlichen Tiere investieren wollte und so kam es immer wieder zu ungewollten Verpaarungen, wenn die Kinder mit den Tieren spielten und sie zusammensetzten. Als wir Tiffy holten, war sie auch schon Mama und ihre Jungen gerade abgegeben worden.
Tiffy war auch eine Art Rosettenschweinchen und passte gut zu Moritz und zwar nicht nur äusserlich wie sich später herausstellte. Die beiden vertrugen sich wunderbar
Lena
Satinmeerschweinchen sind genetisch vorbelastet und neigen zu Exostosen dh Knochenwucherungen. Traurigerweise blieb auch Susi nicht verschont und musste im blühenden Alter von einem Jahr von ihrem Leiden erlöst werden.
Susi war das Lieblingsmeerschweinchen unseres Sohnes und so durfte er sich ein neues Tierchen aussuchen. Er nahm Lena, das genaue Gegenteil von Susi: Susi war schneeweiß, Lena pechschwarz.
Pixie
Tiffany bekam ein Tumor und musst leider auch erlöst werden. Allein in einem Käfig wartete Pixie, ein ehmaliges Zuchttier, ein Angoraweibchen auf eine Adoptivfamilie. Perfekt! Sie kam mit nachhause.
Sonny & Tessy
Als wir unser Kaninchen Bommel ersetzen wollten, trafen wir eine Familie, die nicht nur ein Kaninchen abzugeben hatte, sondern auch 2 junge Meerschweinchen. Na und? Wir hatten ja Platz, also gingen Sonny und Tessy auch mit
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Die Meerschweinchen (Caviidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Nagetiere. Sie setzten sich aus drei äußerlich stark unterschiedlichen Unterfamilien zusammen: den Eigentlichen Meerschweinchen (Caviinae) mit dem in Mitteleuropa bekannten Hausmeerschweinchen (Cavia porcellus), den Pampashasen (Dolichotinae) und den Hydrochoerinae, zu denen mit dem Capybara (Wasserschwein) das größte lebende Nagetier der Welt zählt.
Allgemeines
Meerschweinchen sind in weiten Teilen Südamerikas verbreitet, wo sie unterschiedlichste Habitate besiedeln, von flachen Grasländern bis in Gebirgsregionen von über 4000 Metern Seehöhe. Im dichten Regenwald fehlen sie allerdings. Diese Tiere erreichen je nach Art eine Kopfrumpflänge von 20 bis 130 Zentimetern und ein Gewicht von 0,1 (Zwergmeerschweinchen) bis 80 (Capybara) Kilogramm. Während die Eigentlichen Meerschweinchen und die Capybaras kompakt gebaute Tiere mit eher kurzen Gliedmaßen sind, ähneln die Pampashasen mit ihren langen Beinen und großen Ohren eher den Hasen. Die enge Verwandtschaft beider Gruppen ist vor allem an Details im Schädelbau und der Zähne erkenntlich.
Meerschweinchen sind in der Regel tagaktiv und halten, trotz widriger klimatischer Verhältnisse in den höheren Regionen ihres Verbreitungsgebietes, keinen Winterschlaf. Selbstgegrabene oder von anderen Tieren übernommene Baue dienen ihnen als Unterschlupf. Es sind in der Regel soziale Tiere, die in Paaren (zum Beispiel das Münstersche Meerschweinchen) oder Gruppen mit einem Männchen, einigen Weibchen und den Jungtieren zusammenleben. Einige Arten haben komplexe Sozialstrukturen entwickelt.
Meerschweinchen sind Pflanzenfresser, die je nach Art und Lebensraum unterschiedlichste Pflanzenteile zu sich nehmen, zum Beispiel Früchte, Gräser oder Samen.
Die Tragzeit ist im Vergleich zu verwandten Familien mit 50 bis 70 Tagen relativ kurz. Die Jungtiere werden gut entwickelt mit Fell, Zähnen und offenen Augen geboren und gehören zu den Nestflüchtern.
Etymologie
Der deutsche Name der Tiere entstand vermutlich, weil spanische Seefahrer die Tierchen übers Meer nach Europa brachten, und zudem ihre Lautsprache (Quiekgeräusche) an die der Hausschweine erinnert. Im englischen Namen „guinea pig“ ist ebenfalls das Wort Schwein enthalten. Guinea ist eine alte englische Münze. Die Seeleute, die damals diese Tiere von ihren Überseefahrten mitbrachten, verkauften angeblich die Tiere für eine Guinea. Eine andere Theorie leitet den englischen Namen von dem südamerikanischen Land Guyana ab. Von den Quechua sprechenden Eingeborenen wurden die Tiere als "quwi" (oder qowi) bezeichnet, im südamerikanischen Spanisch heißen sie heute "cuy". Im Englischen wird inzwischen die Bezeichnung "cavy" vorgezogen, da "guinea pig" auch zur Bezeichnung von Versuchskaninchen verwendet wird.
Systematik
Meerschweinchen bilden zusammen mit Agutis und Acouchis (Dasyproctidae), Pakas (Cuniculidae) und der Pakarana (Dinomydiae) die Überfamilie der Meerschweinchenartigen (Cavioidea) innerhalb der Teilordnung der Meerschweinchenverwandten (Caviomorpha). Das Capybara wird oft in einer eigenen Familie, den Riesennagern (Hydrochoeridae) geführt, allerdings ist genetischen Untersuchungen zufolge das Bergmeerschweinchen näher mit dem Capybara als mit den Eigentlichen Meerschweinchen verwandt. Die hier verwendete Systematik folgt Wilson & Reeder (2005).
Folgene Unterfamilien und Gattungen werden unterschieden:
Eigentliche Meerschweinchen (Caviinae)
Echte Meerschweinchen (Cavia)
Gelbzahnmeerschweinchen (Galea)
Zwergmeerschweinchen (Microcavia)
Pampashasen (Dolichotinae)
Pampashasen oder Maras (Dolichotis)
Hydrochoerinae
Capybara (Hydrochoerus)
Bergmeerschweinchen (Kerodon)
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